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Malteser Altenkunstadt

Malteser suchen Besucher für Senioren

Wenn Gesellschaft zum (Über-)Lebenselixir wird

07.07.2021
Malteser Begleitdienst

Bamberg. Ein Blick, ein Lächeln, ein Händedruck, eine gemeinsame Tasse Kaffee – mehr braucht es manchmal nicht. Daniel Lager findet es großartig, dass er allein durch die Tatsache, dass er da ist, andere Menschen glücklich machen kann. Lager ist ehrenamtlicher Mitarbeiter im Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) der Malteser. Geschulte Kräfte wie er besuchen regelmäßig meist ältere und einsame Menschen zu Hause und bringen Zeit mit für persönliche Gespräche, gemeinsame Spaziergänge, Besuche im Museum oder hören sich einfach die Lebensgeschichte ihres Gegenübers an. „Die Dankbarkeit, die mir da entgegengebracht wird, lässt sich mit Geld nicht aufwiegen und bereichert meinen Alltag mehr, als ich es mir je hätte vorstellen können.“ 

 

Als Mitarbeiterin oder als Mitarbeiter im BBD kann man einen Teil seiner Lebenserfüllung finden. Davon ist Hanna Knauer, Leiterin des BBD in Bamberg, überzeugt. „Das Gefühl, jemanden etwas Gutes getan zu haben, ist wunderbar“, betont Knauer. Somit profitierten von diesem Projekt letztlich beide Seiten: Besucher, aber auch Besuchte, für die Gesellschaft und Begegnung (Über-)Lebenselixir bedeuten. Leider ist es aktuell so, dass die Malteser den Bedarf und die Nachfrage bald nicht mehr decken können, falls sich nicht neue Ehrenamtliche finden. Mit einer umfassenden Werbekampagne und Großplakaten in der gesamten Stadt sollen nun frische Helfer, die Engagement und Herzblut haben, gefunden werden.

 

„Wir suchen sowohl Helfende als auch eine zweite Leitungskraft, die Hanna Knauer entlasten und unterstützen kann“, sagte Elke Klaus, Referentin für das soziale Ehrenamt bei den Maltesern in Bamberg. Klaus ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass jeder Bewerber eine „individuelle, auf ihn zugeschnittene Einarbeitung bekommt“ und keinesfalls einfach ins kalte Wasser geworfen wird. „Jeder wird zuerst fachlich geschult, bekommt einen festen Ansprechpartner zur Seite und eine Begleitung beim ersten Besuch“, ergänzt Hanna Knauer.

 

Knauer geht tagsüber einem Vollzeitjob nach und ist wie alle anderen im BBD ehrenamtlich tätig. Woraus schöpft sie diese besondere Motivation, in ihrer Freizeit Menschen Gesellschaft zu schenken? „Es ist die komplette Form des BBD“, antwortet sie und beschreibt den Dienst mit vier Adjektiven: flexibel, vielseitig, persönlich und tiefgründig. Flexibel, weil jeder seine Besuchszeiten völlig frei festlegen kann. Vielseitig, weil das Besuchsprogramm völlig unterschiedlich gestaltet werden kann – vom Gespräch bei einer Tasse Kaffee bis zum Konzert ist alles möglich. Persönlich und tiefgründig, weil dieses sehr intensive Ehrenamt beide Seiten sehr nahe zusammenwachsen lässt. „Besucher und Besuchte teilen Lebensbiografien und Alltagserlebnisse. Hier geht es bisweilen um existenzielle Fragen wie Krankheit, Bedürfnisse und Probleme“, berichtet Hanna Knauer von ihren Erfahrungen.

 

Seit dem Jahreswechsel stellt Knauer wieder einen „erhöhten Bedarf an Gesellschaft“ fest. Als das Virus 2020 immer mehr um sich griff, hat die Angst vor Ansteckung die Senioren offensichtlich erst einmal von Kontakten abgehalten. Viele wollten sehen, wie sie mit den Corona-Einschränkungen im Alltag zurechtkommen. „Doch plötzlich hat sich wohl der Leidensdruck erhöht. Unsere Senioren haben gespürt, dass sie trotz Virus den Alltag brauchen, um weiterleben zu können“, sagt die Bamberger BBD-Leiterin. Und jetzt gilt es, diesen Bedarf zu decken!

 

Mitmachen und helfen kann letztlich jeder, der Empathie, Freude am Umgang mit anderen Menschen und eine Stunde Zeit pro Woche für Besuche übrighat. Und wer noch zögert oder Berührungsängste hat, dem gibt Knauer mit auf den Weg: „Die spürbare Freude und die ehrliche Dankbarkeit, die man bekommt, nimmt einem jede Unsicherheit und motiviert!“

 

Für Interessierte:
Wir bieten:

 
  • individuelle Einarbeitung
  • angepasste Schulungen
  • Gruppenabende virtuell oder wenn möglich in Präsenz
  • Ansprechpartner für Rückfragen
  • Eigene Zeiteinteilung der Helfenden nach Rücksprache
 

Wir wünschen uns

 
  • Empathische Helfer
  • eine Stunde Zeit pro Woche für Besuche
  • Freude am Umgang mit anderen Menschen
 

Weitere Informationen oder Bewerbungen bei Elke Klaus, Tel.: 0951/91780-107 oder per Mail: elke.klaus(at)malteser(dot)org

 

 

 

Bildquelle: Uli Gutthäter  / Malteser

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE88370601201201203070  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7