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Malteser Altenkunstadt

Von den Einsatzdiensten zu den Malteser Diensten

Frauen entdecken in den Malteserdiensten ein spannendes Betätigunsfeld

13.02.2016
Entdeckte für sich ein spannendes Betätigungsfeld in den Einsatzdiensten der Malteser, Elke Klaus (45). Foto: Hans Seger/Malteser Waischenfeld
Sie sind in der Zwischenzeit in vielen klassischen Einsatzdiensten der Malteser ganz selbstverständlich: Frauen. Mit Elke Klaus (45), einer Helferin, die über den Dienst in einer SEG auch noch andere Aufgabenfelder für sich eindeckte, sprach Markus Johannes Nietert. Elke, was war den eigentlich der Grund, das Du 2008 Malteserin geworden bist?Ein Einsatzsanitäter-Lehrgang in der Gliederung Waischenfeld. Mein Mann engagiert sich schon seit über 30 Jahren bei den Maltesern, und meine beiden Kinder waren damals in der Malteserjugend. Als dann der Lehrgang angeboten wurde hatte ich die Wahl zwischen alleine zu Hause auf dem Sofa zu sitzen oder mitzumachen. Ich hatte mich dann fürs Mitmachen entschieden und bin dann dabei geblieben.
Nach dem Lehrgang wurde ich dann Helferin in der SEG-San und bin es bis heute
.
 
Welche Aufgaben hast Du dann auch noch übernommen?Das was mir am meisten Spaß macht: Autofahren und das am liebsten zusammen mit meinem Mann. So fahren wir gemeinsam auch Schichten des Helfers vor Ort oder am Wochenende auch mal einen Krankenwagen.

Kannst Du Dich noch an Deinen ersten „Einsatz“ erinnern und wie es Dir damals dabei ging?Ja, das war ein Unfall mit Gefahrengut auf der Autobahn A9. Da wurde die gesamte Autobahn gesperrt. Damit wir überhaupt zur Unfallstelle kamen, mussten wir mit Polizeibegleitung auf der Gegenfahrbahn anfahren. Und da hat man schon einen erhöhten Adrenalinspiegel gehabt. Aber ich war überrascht wie ruhig und konzentriert ich war, die „Aufregung“ kam eigentlich erst hinterher auf der Wache, als der Einsatz schon vorbei war.
 
Als Frau im Katastrophenschutz musste ich zuerst …?
Zu „gehorchen“ lernen! Das hört sich jetzt komisch an, aber es ist wirklich eine Umstellung als Helfer einer SEG nicht einfach eigenständig drauflos zu arbeiten, sondern auf die Einsatzbefehle des Gruppenführers zu warten. Das Arbeiten im Team ist nicht das Problem, aber das Warten, bis man mal was machen darf, das kann schon sehr anstrengend sein. Im „normalen Leben“ läuft das ja ganz anders. 

Im „normalen Leben“ bist Du Mutter, Ehefrau, Erzieherin und Gruppenleiterin im Waischenfelder Kindergarten. Gab es Verknüpfungen zum Malteserleben?Ja, und nicht wenige. Meine beiden Kinder waren ja vor mir bei den Maltesern aktiv in der Malteser Jugend. Durch sie wurde ich als Mutter immer wieder auch mit Aktionen und Veranstaltungen konfrontiert. In der Zwischenzeit habe ich auch eine Ausbildung zur Gruppenleiterin und leite die Malteser Jugendgruppe in Waischenfeld. 

Von der Mutter zur Jugendgruppenleiterin – gab es auch noch andere?Ich fand es ganz toll, wie damals unsere Ausbilder den ES-Lehrgang gestalteten und finde, das es auch heute noch einer der wichtigsten Aufgaben der Malteser ist: Menschen zu befähigen ihren Familienangehörigen, Freunden und Bekannten in einem Notfall das Leben zu retten. Für mich war es daher wirklich ein Geschenk, dass ich Erste Hilfe Ausbilderin werden durfte. Gerade auch Müttern und Großeltern die Erste Hilfe bei Notfällen im Kindesalter zu vermitteln, ist für mich als Erzieherin eine sehr enge Verknüpfung.
 
Das Wichtigste, das du bei den Maltesern gelernt hast ist …?
Das der Leitsatz „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ wirklich gelebt wird und praktisch erfahrbar ist in der Achtsamkeit und einem wertschätzenden Umgang miteinander.

Eine Erfahrung, die Dich am meisten beeindruckt hat ist …?
Das nach einem KIT-Einsatz die Betroffenen sich öffentlich in einem Zeitungsartikel bei uns namentlich für die Unterstützung und Betreuung bedankt haben. Es ist die Erfahrung, wirklich als Malteser gebraucht zu werden und Helfen zu können.
 
Wie viele weibliche Helferinnen sind bei Euch in den Einsatzdiensten aktiv tätig?
Acht 

Gibt es eine reine Frauengruppe, oder seid Ihr auf die verschiedenen Einsatzgruppen aufgeteilt?Nein, wir sind aufgeteilt, je nach Fähigkeiten und Aufgaben, das Geschlecht spielt da bei uns überhaupt keine Rolle.
 
Warum ist es in deinen Augen wichtig und sinnvoll, dass sich auch Mädchen und Frauen in den Einsatzdiensten engagieren?Weil die Malteser ein Verein sind, in der sich die ganze Familie engagieren kann und wir für jeden, je nach seinen Fähigkeiten und Talenten eine passenden Aufgabe finden.
 
Vielen Dank.

Ausführliche Informationen zum breiten ehrenamtlichen Betätigungsfeld bei den Malteser gibt es auf der Webseite: http://www.malteser-ehrenamt.de

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE88370601201201203070  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7