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Malteser Altenkunstadt

Malteser: „Hochwasser ist immer noch eine Katastrophe für die Seele“

Jahresbilanz Hochwasser in Deutschland

06.06.2014
Auch einem Jahr nach dem Hochwasser helfen noch die Malteser im Hochwassergebiet (c) Malteser
Eine langfristige Betreuung und Unterstützung der Betroffenen zeichnet die Malteser-Hochwasserhilfe aus (c) Malteser
Auch Sie können noch helfen! Spendenkonto: 120 120 0012 bei der Pax-Bank * Zweck: Hochwasserhilfe BAYERN
Erzbistum Bamberg. Überflutete Städte und zerstörte Häuser prägten vor einem Jahr das Bild in Teilen von Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Damals waren über 800 Helferinnen und Helfer der Malteser bundesweit im Katastropheneinsatz. Auch Helfer aus Bamberg, Waischenfeld, Kulmbach und Nürnberg unterstützten die Bevölkerung im Raum Deggendorf.
Ein Jahr nach den großen Zerstörungen ziehen die Malteser Bilanz. Auch nach der Beseitigung der direkten Auswirkungen der Flut ging die Hilfe weiter. Bundesweit wurden neun Millionen Euro für die Unterstützung der betroffenen Menschen ausgegeben und verplant. „Darunter finden sich finanzielle Hilfen für 400 Personen zur Reparatur von Gebäudeschäden, den Wiederaufbau von zehn privaten und gemeinnützigen Einrichtungen wie Schulen und Vereinen, hunderte Gespräche zur psychosozialen Nachbetreuung von Hochwasserbetroffenen und die Finanzierung von mehr als 19.000 warmen Mahlzeiten“, berichtet Achim Hölper, Diözesangeschäftsführer der Malteser im Erzbistum Bamberg Zur Jahresbilanz der Malteser gehört auch, dass das Hochwasser viel mehr zerstört hat als Steine und Häuser. Der Bedarf an sozialer und psychologischer Unterstützung ist groß und zeigt das Ausmaß der Belastungen. Das Hochwasser war und ist immer noch eine Katastrophe für die Seele vieler Menschen. Die Malteser in Bayern haben hier reagiert. Ein Team aus zwei Sozialpädagoginnen und einem Psychologen kümmert sich um die psychosoziale Beratung der Betroffenen.
Angesichts der schlimmen existenziellen, sozialen und psychischen Folgen gehen die Malteser auf die Menschen zu. Der Referent für Katastrophenschutz der Malteser im Erzbistum Bamberg, Manfred Huppmann, war drei mal im Hochwassereinsatz und beschreibt die weitergehende Hilfe: „Wir warten nicht ab bis jemand um Hilfe fragt, sondern wir gehen dahin, wo das Wasser stand und gehen auch auf die Menschen zu, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht um Unterstützung bitten. Wir klopfen an, bieten ein offenes Ohr und beraten sie.“  Allein in zwölf mittel- und ostdeutschen Städten sowie im bayerischen Deggendorf bietet die katholische Hilfsorganisation mit ehren- und hauptamtlichen Kräften gezielt Hilfe an. „Ob Menschen einsam sind oder mit den wirtschaftlichen Folgen nicht zurechtkommen: Wir kümmern uns um ihre individuellen Bedürfnisse. Gerade die langfristige Betreuung und Begleitung der Betroffenen ist das Besondere an unserem Hilfseinsatz, der auch noch einem Jahr nach der verheerenden Katastrophe anhält“, so Huppmann. Einen ausführlichen Bericht über die Malteser-Hochwasserhilfe finden Sie hier.
Markus Johannes Nietert Hier eine kurze Zusammenfassung der Malteser-Hochwasserhilfe: <iframe allowfullscreen frameborder="0" src="//www.youtube.com/embed/1gUKeSIICR0" height="315" width="560"></iframe>

Und hier noch einmal der Filmbericht von Bamberg-TV1 über den Einsatz unserer Helfer:

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Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE88370601201201203070  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7